Am 13. November 2016 traf Kahraman Evsen, Präsident der Kurdisch-Europäischen Gesellschaft (KES) den ezidisch-kurdischen Intellektuellen Yuriy Nabiev in der russischen Hauptstadt Moskau. Yuriy Nabiev kam in Georgien auf die Welt, ist studierter Atomphysiker, spricht neben Georgisch und Russisch exzellentes Kurdisch und engagiert sich seit Jahrzehnten politisch und humanitär.

Er ist Vorsitzender der Russisch-Kurdischen Gesellschaft in Moskau, die 12 Mitgliedsvereine aus ganz Russland sowie u.a. Armenien, Georgien, Kasachstan und Aserbaidschan umfasst.

Yuriy Nabiev ist Mitherausgeber der kurdisch- und russischsprachigen Onlinezeitung RiaTaza.

Die Russisch-Kurdische Gesellschaft setzt sich für einen unabhängigen kurdischen Staat ein, der demokratisch und pluralistisch aufgebaut ist und seine Minderheiten schützt.

Die Gesellschaft unterhält nicht zuletzt dank Yuriy Nabiev exzellente Beziehungen zur russischen Regierung und hat entscheidend dazu beigetragen, dass die russische Regierung den ezidischen Flüchtlingen nach dem Genozid in Shingal 2014 die nötige Hilfe hat zukommen lassen.

Kahraman Evsen und Yuriy Nabiev stellten viele Gemeinsamkeiten ihrer beiden Organisationen fest und werden sich in Zukunft  gemeinsam dafür einsetzen, dass ein kurdischer Staat gegründet und von der internationalen Staatengemeinschaft anerkannt wird. Bei den politischen Entscheidungsprozessen in Kurdistan soll auch die Stimme der Diasporakurden verstärkt gehört werden.