Die Kurdisch-Europäische Gesellschaft (KES) und ihre Mitgliedsorganisation Kurdisch-Europäische Juristengesellschaft (KELS) veranstalteten gemeinsam mit dem Verein der Eziden am unteren Niederrhein e.V. (Mala Ezdaî Kalkar) am 10.09.2017 eine Podiumsdiskussion zum anstehenden kurdischen Unabhängigkeitsreferendum.

Die gut besuchte Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten von Mala Ezdaî Kalkar statt und wurde vom stellvertretenden Vorsitzenden der Kurdischen Gemeinde Deutschland Mehmet Tanriverdi moderiert. Podiumsteilnehmer waren Kahraman Evsen (Präsident von KES und Vizepräsident von KELS), Osman Güden (Vorsitzender von Mala Ezdaî Kalkar), Daniela Giannone (Vizepräsidentin von KELS), Associate Prof. Dr. Abdulbary Al-Mudarris (Mitglied des Boards für das Selbstbestimmungsrecht Kurdistans).

Einig waren sich alle Diskutanten, dass das Referendum am 25. September 2017 wie geplant stattfinden und nicht wie von Einigen gefordert wird verschoben werden sollte.

Gleichzeitig waren die Podiumsteilnehmer der Auffassung, dass der Demokratisierungsprozess fortgeführt, das Parlament wieder aktiviert und die Rechte der Minderheiten in der kurdischen Verfassung gesichert werden müssten. Nur dann könne realistischer Weise davon ausgegangen werden, dass die internationale Staatengemeinschaft den Ausgang des Referendums anerkennt und einen kurdischen Staat nachhaltig unterstützt.

Die Gespräche wurden nach dem offiziellen Ende der Diskussion bei leckerem kurdischen Essen, das Mala Ezdaî freundlicherweise bereitgestellt hatte, weitergeführt.

Insgesamt kann festgehalten werden, dass die Veranstaltung sehr gelungen war. Sowohl die Veranstalter und Diskutanten als auch die Gäste konnten schließlich zufrieden abreisen.