Die Oberbürgermeisterin der kurdischen Metropole Diyarbakir wurde festgenommen. Somit geht die türkische Regierung weiterhin auf Konfrontationskurs mit den Kurden.

Seit dem Putschversuch wurden in der Türkei Tausende Menschen verhaftet oder aus dem öffentlichen Dienst entlassen. Viele Zeitungen, Fernsehsender und Radiostationen wurden geschlossen, außerdem 24 von der prokurdischen Demokratischen Partei der Völker (HDP) regierte Städten unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt.

Die 55-jährige Kisanak ist eine bekannte und beliebte Politikerin innerhalb der kurdischen Bewegung in der Türkei. Sie war Co-Vorsitzende der HDP-Vorgängerpartei und wurde im Jahr 2014 mit 55,1 Prozent der Stimmen gewählt.

Die Kurdisch-Europäische Gesellschaft fordert die sofortige Freilassung von Gülten Kisanak und ihren Parteikollegen. Die internationale Staatengemeinschaft ist gefordert und muss Erdogan endlich in die Schranken weisen. Die Friedensverhandlungen zwischen Kurden und Türken müssen wieder aufgenommen werden.